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| HYDROPNEU · Betriebs-
und Wartungsanleitung für Hydraulikzylinder |
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1. Allgemeines
2. Sicherheitshinweise
3. Einbau
4. Inbetriebnahme
5. Wartung
6. Lagerung
1. Allgemeines
Vor der Inbetriebnahme der Hydraulikzylinder sind die nachfolgenden
Hinweise sowie die ergänzenden Betriebshinweise in den
Produkt-Datenblättern unbedingt zu beachten.
Gegebenenfalls
sind zusätzliche Informationen (z. B. Betriebsmedium,
Temperatur, ... ) in den Produkt-Datenblättern oder dem
zugehörigen Maßblatt zu beachten.
2. Sicherheitshinweise
HYDROPNEU-Hydraulikzylinder sind technisch so ausgelegt, dass sie den
Belastungen der spezifizierten Betriebsdrücke mit ausreichender
Sicherheit standhalten.
Differential-, Gleichgang- und Teleskopzylinder
sind zur Verwendung in hydraulischen Anlagen bestimmt. Ein Hydraulikzylinder
stellt ein Bewegungselement dar, bei dem beim Verfahren unter Last
hohe Druckenergie in Bewegungsenergie umgesetzt wird! Dringend ist
daher zu beachten:
- Die Installation darf nur durch einen Hydraulik-Fachmann
erfolgen
- Der Betriebsdruck muss durch ein Sicherheitsventil
(Druckbegrenzungsventil) abgesichert werden.
- Die in
den Produktunterlagen angegebenen maximalen Belastungen hinsichtlich
Kräften, Temperatur, etc. dürfen auf keinen Fall überschritten
werden.
- Die sicherheitstechnische Norm DIN EN 982
für hydraulische Anlagen ist zu beachten.
- Die Inhalte
der Norm EN 1050 (neu EN ISO 14121-1) zur Risikobeurteilung
sind zu beachten.
Insbesondere ist beim Einbau zu beachten, dass es durch den
Anbau der zu bewegenden Teile an der Kolbenstange zur Gefahr
von Quetschungen kommen kann!
3. Einbau
Durch ihre kompakte Bauweise und die verschiedenen Bauformen
sind die Hydraulikzylinder für die verschiedensten Einsatzbereiche
geeignet.
Hydraulikzylinder sind Betätigungselemente und keine Führungselemente.
Beim Einbau ist darauf zu achten, dass Kolbenstange und Zylinderkörper
nicht verspannt werden. Eine Belastung der Kolbenstange durch
Seitenkräfte ist zu vermeiden. Das Fluchten der Führungsbahn
des vom Zylinder bewegten Teiles und der Zylinderachse muss
beim Einbau und im Betrieb gewährleistet sein.
Die staubdichten Verschlüsse in den Druckanschlüssen
sind rechtzeitig zu entfernen, um Unterdruck beim Bewegen des
Kolbens zu vermeiden! Durch die Erzeugung eines Unterdrucks
können sich bestimmte Dichtungen in ihrem Einbauraum verdrehen,
was zu Undichtigkeiten führt.
Der zulässige Betriebsdruck soll auch örtlich nicht überschritten
werden.
Bei der Ansteuerung von Differentialzylindern ist die mögliche
Druckübersetzung aufgrund der Flächenverhältnisse
zu beachten. Bei Zylindern mit Endlagendämpfung darf die
Belastung durch die Massenkräfte nicht höher sein,
als der sich aus dem max. Betriebsdruck ergebende statische
Wert.
4. Inbetriebnahme
Druckmedium
Das vorgesehene Betriebsmedium
für die Zylinder ist auf dem zugehörigen
Maßblatt oder Datenblatt dokumentiert.
Ist auf diesen Dokumenten keine zusätzliche
Information vermerkt, sind die Zylinder
zum Betrieb mit Druckflüssigkeiten
auf Mineralölbasis geeignet. Druckflüssigkeiten
der Gruppe HL bzw. HLP, entsprechend DIN
51524 Teil 1 bzw. Teil 2 sind zu empfehlen.
Der Viskositätsbereich sollte abhängig
von der Betriebstemperatur zwischen 20
cSt und 150 cSt liegen.
Andere Druckflüssigkeiten
können bei Einbau
entsprechender Dichtelemente
und Verwendung entsprechender
Materialien verwendet
werden. In solchen
Fällen ist jedoch
eine Rücksprache
erforderlich.
Bei Inbetriebnahme
sind der zulässige
Druck und die zulässige
Betriebstemperatur
zu beachten, außerdem
darf die für die
eingesetzten Dichtungen
zulässige maximale
Kolbengeschwindigkeit
nicht überschritten
werden.
Temperatur
Die zulässige
Betriebstemperatur
für die Zylinder
ist auf dem zughörigen
Maßblatt oder
Datenblatt dokumentiert.
Ist auf diesen Dokumenten
keine zusätzliche
Information vermerkt,
liegt der Druckmitteltemperaturbereich
unter Beachtung der
zulässigen Viskosität
zwischen –20 °C
und + 80 °C.
Entlüftung
Das
gesamte Leitungssystem
und der Zylinder sind
sorgfältig zu
entlüften.
Eine
vollständige Entlüftung
ist möglich, wenn
sich die Entlüftungsöffnung
am höchsten Punkt
des Zylinders befindet.
Die Entlüftung
erfolgt durch mehrere
Leerhübe ohne
Last. Bei Zylindern
mit Entlüftungsventilen
/ Entlüftungsschrauben
sind diese dabei zu öffnen
und erst wieder zu
schließen, wenn
ausschließlich Öl
ohne Luftanteile austritt.
(Zum Abführen
der austretenden Flüssigkeit
können Gummischläuche
an den Entlüftungsventilen
angeschlossen werden).
Auf Anforderung stellen
wir Ihnen gerne eine
Anleitung zum Vorgehen
bei der Entlüftung
zur Verfügung.
In bestimmten Fällen
mit ungünstiger
Einbaulage muss der
Vorgang nach einigen
Hüben noch ein-
oder mehrmals wiederholt
werden, ebenso bei
längerem Stillstand
des Zylinders.
Einstellbare Endlagendämpfung
Bei Hydraulikzylindern
mit einstellbarer Endlagendämpfung
befindet sich die jeweilige
Einstellschraube auf
der Kolben- oder der
Kolbenstangenseite
in der Regel auf Höhe
des Hydraulikanschlusses,
bei Sonderausführungen
ist die Position auf
dem zugehörigen
Maßblatt angegeben.
ACHTUNG: Die Endlagendämpfungen
dienen zum Schutz des
Hydraulikzylinders
bei Fahrweise mit hohen
Kolbengeschwindigkeiten,
sie sind keine Konstruktionselemente
zum Abfangen hoher
Lasten!
Die Endlagendämpfungen
sind werkseitig auf
einen mittleren Wert
voreingestellt. Eine
genaue Justierung kann
ausschließlich
im eingebauten Zustand
des Hydraulikzylinders
mit der vorgesehenen
Funktion und Last erfolgen.
Auf entsprechende Zugänglichkeit
der Einstellschrauben
ist daher zu achten.
Eine Veränderung
der Dämpfungswirkung
wird über ein
Verdrehen der Einstellschraube
vorgenommen. Je nach
Ausführung wird
dafür ein Schlitz-Schraubendreher
oder ein Innensechskant-Schlüssel
benötigt. Eine
Rechtsdrehung bewirkt
eine Verstärkung
der Dämpfung,
eine Linksdrehung eine
Verminderung.
Die korrekte
Einstellung muss anhand
der sich ergebenden
Verzögerung beim
Fahren in die Endlage
festgelegt werden.
Filtration
Zur Gewährleistung
einer langen Lebensdauer
der Hydraulikzylinder
ist eine Reinhaltung
des Druckmediums durch
geeignete, zuverlässige
Filtration unbedingt
notwendig.
5. Wartung
Hydraulikzylinder sind im Allgemeinen wartungsfrei; auf eine
Schmierung von Lagerstellen, wie Schwenk- und Gelenklager ist
zu achten.
Dichtungen
Bewegungsdichtungen sind Verschleißteile. Überschreitet
die äußere oder innere Leckage das zulässige Maß,
sind die Dichtungen auszutauschen. Vorsichtshalber sollten dabei immer
die kompletten Dichtsätze getauscht werden. Mit den geeigneten
HYDROPNEU-Dichtsätzen kann dies selbst durchgeführt werden.
Im Zweifelsfall empfehlen wir, den Zylinder in unser Werk zu schicken,
da hier beim Dichtungsaustausch der komplette Zylinder kontrolliert
wird.
Druckfeste Näherungsschalter
Ist der Hydraulikzylinder mit druckfesten Näherungsschaltern ausgerüstet,
ist Folgendes zu beachten: Um eine exakte Schaltfunktion zu gewährleisten,
sind die Näherungsschalter sehr genau justiert. Eine Veränderung
der Schalterjustierung darf deshalb ohne Rücksprache mit HYDROPNEU nicht vorgenommen werden.
6. Lagerung
Hydraulikzylinder sollten in einem trockenen, staubfreien Raum
gelagert werden.
Die Anschlüsse müssen während
Lagerung und Transport staubdicht verschlossen sein.
Bei längerer
Lagerung von Hydraulikzylindern empfiehlt sich unter Umständen
eine Füllung mit Mineralöl, bzw. einem geeignetem
Medium mit Korrosionsschutz. Hierbei sind ebenso die Angaben
auf dem zugehörigen Maßblatt oder Datenblatt zu
beachten.
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